Alex Adamos lebt in Griechenland und arbeitet seit zehn Jahren als Yogalehrer im ersten veganen Hotel des Landes. Heute unterrichtet er in Athen außerdem Handpan als zertifizierter Lehrer der Malte Marten Method.
Ein Song in der Klangmeditation
Die Handpan kam aus Zufall und Neugier in Alex' Leben. In einer Klangmeditation hörte er ein wunderschönes Stück, einen Song von Malte Marten auf der Handpan. Er las alles, was er über das Instrument finden konnte, und bestellte schließlich seine erste Handpan bei Yatao. Sie ist bis heute seine liebste.
Leicht war der Anfang nicht. Am ersten Tag bekam er keinen einzigen schönen Ton heraus. Er machte eine kurze Pause, setzte sich am nächsten Tag wieder hin und probierte aus, welcher Teil des Fingers auf welchem Teil des Tonfelds am besten klingt. Dann machte es klick: Mit der richtigen Technik entstanden plötzlich wunderbare Klänge, und er wollte nicht mehr aufhören.
Handpan in Shavasana
Alex spielt am Ende jeder Yogastunde Handpan, während Shavasana, der meditativen Entspannungsphase. Die Teilnehmenden sagen ihm danach oft, das sei ihr liebster Teil; viele hatten noch nie eine Handpan gehört.
Ich spiele die Handpan während Shavasana am Ende der Yogastunde. Für manche ist das ein sehr emotionaler Moment, mit dem sie nicht gerechnet haben.
– Alex Adamos
Zwei Tipps von Malte
Alex gibt Einzel- und Gruppenunterricht auf der D Kurd und ab und zu Workshops. Den besten Rat, den er von Malte gelernt hat, gibt er heute weiter:
- Berühr das Tonfeld, als wäre es eine heiße Herdplatte, an der du dich nicht verbrennen willst.
- Zieh den Klang aus der Handpan heraus, statt ihn hineinzudrücken.
Sobald die Schüler das ausprobieren, verändert sich der Klang, und alle fangen an zu lächeln. Am meisten liebt er den Moment, in dem sie die ersten Akkorde spielen und die Freude beim Zuhören wächst.
Lieblingsskalen und ein ruhiger Raum
Zum Unterrichten nimmt Alex am liebsten die D Kurd. Für sich selbst spielt er die Hijaz, deren Melodien Gefühle in ihm auslösen, die er nicht in Worte fassen kann. Er übt in seinem Yogaraum, wo es ruhig ist und er für sich spielen kann. Und wäre er auf einer einsamen Insel gestrandet, bräuchte er nur drei Dinge: seine Bücher, seine Handpan und seine Zahnbürste.